Struktur
Das Racing Team der TU Graz ist in 8 Module, mit jeweils einem bestimmten Aufgabenbereich unterteilt.
Chassis
Eine der wichtigsten Komponenten ist wohl das Chassis, da es als tragende Struktur eine Verbindung zwischen den anderen Komponenten des Autos darstellt. Mittels umfassender FE-Gesamtfahrzeug- und CFD – Simulationen streben die 18 Modulmitglieder dieser Saison ein möglichst leichtes, steifes, funktionelles und gleichzeitig formschönes Chassis an.
Hauptsächlich wird im Zuge der Fertigung mit Carbon- beziehungsweise Kevlarfasern gearbeitet. Wichtig an diesen Werkstoffen und ähnlichen Hightech-Materialien ist neben den anderen Kriterien vor allem die Sicherheit des Piloten des Tankia 2012.
Elektronik
Die Elektronik ist im Fahrzeug sehr weitläufig. Sie reicht vom Bremspedalschalter in der Schnauze des Tankia bis zur raffinierten Sensorik im Heck.
Der essentielle Aufgabenbereich des Elektronikmoduls besteht aus der Inbetriebnahme der Motorelektronik (Steuergerät, Zündung, Kabelbaum), der Entwicklung der Interna des Multifunktionslenkrades, und der Vernetzung der im ganzen Fahrzeug verteilten Sensoren zu einem umfangreichen Datenerfassungs- und Telemetriesystem.
Bei diesen Arbeiten kommt dem Schutz vor zahlreichen Umwelteinflüssen, die in einem Rennfahrzeug auf die elektronischen Systeme einwirken, der Gewichtsoptimierung und der leichten Wartbarkeit besondere Wichtigkeit zu.
Aufgrund der oft engen Verzahnung mit den „handfesteren“, maschinenbauerischen Modulen hat die Arbeit im Elektronikmodul durchaus auch interdisziplinären Charakter.
Fahrwerk
Die Bedeutung des Fahrwerks ist ungemein wichtig, da es das Bindeglied von Fahrwerk und Fahrbahn ist. Die Aufgabe dieses Moduls ist es dem Fahrzeug den bestmöglichen Halt auf der Fahrbahn zu geben und außerdem das Lenk- und dynamische Fahrverhalten des Fahrzeugs zu verbessern. Der Fahrer soll durch das Fahrwerk das bestmögliche Feedback von Straße und Wagen bekommen. Erreichen wollen wir das mit Hilfe von Mehrkörper- und Gesamtfahrzeugssimulationen.
Unter diesen Rahmenbedingungen werden folgende Teile entwickelt und gefertigt: Reifen, Felgen, Radträger, Querlenker, Lenkung und Stoßdämpfer.
IT
Das Modul IT & Infrastruktur ist sowohl für die Administration der Serverlandschaft als auch für den reibungslosen Ablauf der Arbeiten rundum und an den Desktop Workstations im Büro zuständig. Die serverlandschaft ist eine gute Möglichkeit verschiedene Systeme, die auch in großen Unternehmen betrieben werden, zu administrieren und weiter zu entwickeln. Im Allgemeinen sind Linux (Gentoo) Server in Betrieb, welche es den Administratoren möglich machen sich schnell und effizient Neues anzueignen und Altes zu verbessern.
Ziel dieses Moduls ist es die Server-Landschaft in ihren Tätigkeitsbereichen zu vereinen und Gesamtkonzepte welche serverübergreifend agieren zu erstellen.
Marketing
Für den Bau des Rennboliden ist das Marketing-Modul unerlässlich. Es bietet die idealen Rahmenbedingungen für die technischen Module. Eine der Hauptaufgaben ist es möglichst viele Partner und Sponsoren für uns zu gewinnen, dies ist sehr wichtig für unser Team.
Die weiteren Aufgaben des Marketing-Moduls liegen im Bereich der
- Pressearbeit (TV, Rundfunk, Tageszeitungen , Fachzeitschriften, …)
- Organisation von Veranstaltungen (Roll Out, Konstruktionspräsentation, Glühweinstände, …)
- Präsentation unseres Teams bei diversen externen Veranstaltungen (Messen, Kongressen, …)
- Grafik/Design, Corporate Identity (Infofolder, Einladungen, Flyer, Plakate, …)
- Gestaltung unserer, mit dem “Best Use of Website”-Award ausgezeichneten, Homepage
Powertrain
Das Powertrain-Modul beinhaltet Motor und Antriebsstrang. Das Regelwerk für den Motor legt fest, dass er einen maximalen Hubraum von 610ccm, einen 20mm Ansaugluftrestriktor haben darf. Außerdem ist der Auspuffgeräuschpegels auf 110dB(A) limitiert. Trotz dieser Vorgaben haben die Formula Student Konstrukteure wohl weit mehr Freiheiten, als die der Formel 1.
Um die Leistung unseres Motors zu steigern und auf dem Prüfstand eine ideale Abstimmung zu finden entwickeln wir jährlich neue kreative Innovationen. Damit soll dem Fahrer ein hohes Moment und einfaches Handling sicher gestellt werden.
Wir versuchen die Verluste mittels Gewichts- und Reibungsminimierung an der Achse gering zu halten. Durch optimierte Bremsleistung und die richtige Differentialabstimmung hoffen wir in den Kurven noch mehr Zeit gutmachen zu können.
So wollen wir auch den Tankia 2012 wieder zum Rennwagen mit dem stärksten Saugmotor der Formula Student machen und das soll auch über die Hinterachse gezeigt werden.
Projektleitung
Die Aufgaben der Projektleitung spiegeln sich vor allem in der Koordination des Projektes nach innen und in der Repräsentation der Teamarbeit nach außen wider. Die Teamleitung veranstaltet gemeinsam mit den Modulleitern einmal in der Woche ein Treffen um weitere Ziele festzulegen. Die Teamleitung ist ebenso zuständig für das Vorbereiten und Abhalten der Teamsitzungen.
X-Active
Das X-Active Modul hat eine weitere durchaus bedeutende Aufgabe. Die mitglieder kümmern sich um den Spaß und das allgemeine Wohlbefinden. Sie organisieren kleine Events wie Kartrennen und Werksführungen. Ihnen verdanke wir auch dass die Getränke in unserem Office nie zuneige gehen.




